Verändernde Aktionsvorschläge, die wir, die Sozialen Bewegungen der Welt, im Dialog mit Papst Franziskus übernommen haben

Verändernde Aktionsvorschläge, die wir, die Sozialen Bewegungen der Welt, im Dialog mit Papst Franziskus übernommen haben

Die vom System Ausgeschlossenen, Männer und Frauen, die sich auf diesem III. weltweiten Treffen der Sozialen Bewegungen getroffen haben, erklären, dass der gemeinsame und strukturelle Grund der sozialen Krise und der Umweltkrise die Tyrannei des Geldes, d.h. des herrschenden kapitalistischen Systems und eine Ideologie ist, die die menschliche Würde nicht respektiert.

Wir sind Gläubiger einer historischen, sozialen ökonomischen, politischen und Umweltschuld, die beglichen werden muss. Dazu haben wir gemeinsam hunderte von Vorschlägen formuliert, die aus den zehn Verpflichtungen unseres Treffens in Santa Cruz de la Sierra 2015 hervorgegangen sind. Alle sind wichtig, aber anlässlich dieser Erklärung bekräftigen wir:

1 .Wir wollen an Bertha Cáceres erinnern, Sprecherin unseres ersten Treffens, die ermordet wurde, weil sie für Veränderungen eingetreten ist. Wir fordern das Ende der Verfolgung aller Kämpferinnen unserer Bewegungen. Wir Völker verteidigen das Recht auf Frieden, der in sozialer Gerechtigkeit gründet.

2. Im Blick auf partizipative und vollständige Demokratie schlagen wir vor, institutionelle Mechanismen voranzutreiben, die einen tatsächlichen Zugang der sozialen Bewegungen, der originären Gemeinschaften und der Völker zu politischen und ökonomischen Entscheidungen garantieren.

3. Bezüglich der universellen Bestimmung der Naturgüter weisen wir die Privatisierung des Wassers zurück und fordern, dass es – in der Linie der Vereinten Nationen – als gemeinsamer Besitz aller verstanden wird, damit niemand des Zugangs zu diesem elementaren Recht beraubt sei.

4. Bezüglich einer integralen und den Menschen nutzenden Landreform schlagen wir vor, die Patentierung und genetische Manipulation aller Formen des Lebens, insbesondere von Samen zu verbieten. Wir bekräftigen die Verteidigung der Ernährungssouveränität und das Menschenrecht auf eine gesunde Ernährung ohne Agro-Gifte um so die großen Ernährungsprobleme lösen zu können, unter denen Milliarden von Menschen leiden.

5. Bezüglich gerechter Arbeitsreformen, die den vollständigen Zugang zu menschenwürdiger Arbeit garantieren schlagen wir eine universelles Sozialeinkommen für alle ArbeiterInnen vor, egal ob im privaten, öffentlichen oder informellen [sp: popular] Sektor.

6. Bezüglich einer integralen Stadtreform, die den Zugang zu menschenwürdigem Wohnen und Lebensraum garantiert, schlagen wir die Unverletzlichkeit familiaren Wohnraums vor, um Zwangsräumungen auszurotten (abzuschaffen), die die Familien zu Obdachlosen macht.

7. Um Brücken zwischen den Völkern zu bauen, schlagen wir ein universelles Bürgerrecht vor, das ohne die kulturellen Identitäten zu verleugnen, die Mauern der Exklusion und der Fremdenfeindlichkeit einreißt, um die menschenwürdig aufzunehmen, die sich gezwungen sehen, ihren Herkunftsort zu verlassen.

Wir wollen gemeinsam mit Franziskus daran arbeiten, dass diese Vorschläge tatsächlich Wirklichkeit werden, als einklagbare Rechte, die auf lokalem, nationalem und internationalem Niveau respektiert werden. Wir ermuntern die lokalen Kirchen, die Botschaften des Papstes Wirklichkeit werden zu lassen.

Gefunden auf der Seite des Instituts für Theologie und Politik ITP

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